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Die Stadt Ober-Ramstadt fördert die Fassadenbegrünung

Haus mit Efeu umrankt

Viele Bürger der Stadt Ober-Ramstadt zeigen Interesse, ihre Fassade zu begrünen. Für die Begrünung zur Straßenseite hin bietet die Stadtverwaltung die Bereitstellung von Pflanzlöchern im Bürgersteig an.
Interessierte Bürger können durch einen formlosen Antrag die Herstellung eines solchen Pflanzloches beantragen. Nach dem Antragseingang prüft die Stadtverwaltung, ob die Verkehrssicherheit gewährleistet ist, da die Mindestbreite des Bürgersteiges ohne das Pflanzloch mindestens 1,10 Meter betragen muß. Diese Aktion wird als kleiner Beitrag zur „Lokalen Agenda 21„ verstanden. Die Begrünung der Straßenräume soll in allen Ortsteilen gefördert werden. Hierzu bedarf es keiner umfangreichen Neuplanungen oder großen Investitionen. Es genügt lediglich die Bereitstellung einer Hauswand mit einem kleinen Pflanzloch davor.

Die beste Pflanzzeit ist im Herbst, bei den heutigen Containerpflanzen kann aber auch gut noch von März bis Mai gepflanzt werden. Die Vorteile einer begrünten Hauswand liegen auf der Hand. Schon nach wenigen Jahren entstehen neue Lebensräume für Tiere wie Vögel, Schmetterlinge, Schwebefliegen oder Bienen. Die hier lebenden Insekten sind nicht nur wichtige Bestäuber in unseren Hausgärten, sie dienen auch als wichtige Nahrungsgrundlage für Vögel oder Fledermäuse. Für den Menschen wird das Stadtbild belebt, das Stadtklima verbessert, die Luft gereinigt und mit Sauerstoff angereichert. Die mit Efeu oder Wildem Wein begrünten Hauswände werden je nach Lage vor Wind, Regen und Energieverlust geschützt, im Sommer bleiben sie kühl, im Winter warm, die Pflanzen wirken also wie eine Isolationsschicht. Der weitaus größte Teil der Pflanzen (Knöterich, Blauregen, Pfeifenwinde, Geißblatt, Wilder Hopfen, Clematis-Arten oder Weinreben) braucht Kletterhilfen. Nahezu problemlos ist die Begrünung mit Selbstkletterern, die sich mit Hilfe kleiner Haftscheiben oder Saugwurzeln festhalten.

Hierzu gehören anspruchslose Arten wie Wilder Wein, Efeu oder Kletterhortensie, die sich auch für hohe, schwer erreichbare Fassaden eignen.
Befürchtungen, dass Fassaden dadurch beschädigt werden könnten, sind unbegründet. Bautechnisch einwandfreie Putze und Mauern werden durch Pflanzenbewuchs nicht angegriffen. Schadhafte, rissige Fassaden sind auf jeden Fall vor einer Begrünung mit Selbstkletterern zu sanieren bzw. sind dann Schlinger und Ranker zu bevorzugen. Bei richtiger Pflanzenwahl sind dann begrünte Fassaden dauerhafter haltbar als solche ohne Bewuchs.

Weitere Tipps zu geeigneten Kletterpflanzen gibt:

Büro bio-plan
Dr. Rausch
Telefon:  0 61 54 / 5 12 99
Mittwoch 10:00 – 12:00 Uhr

 

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