IKEK

Dorfentwicklung

Dorfentwicklung

Anträge für private Maßnahmen in den Stadtteilen Modau, Rohrbach und Wembach-Hahn können noch bis 31.12.2022 gestellt werden


Themen der Dorfentwicklung


Seit 2013 ist Ober-Ramstadt als Förderschwerpunkt der Dorfentwicklung anerkannt. Unter Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger wurde in der Kernstadt und den drei Stadtteilen bis zum Jahr 2015 das Integrierte Kommunal Entwicklungskonzept (IKEK) erarbeitet und aufgestellt. Neben der Förderung von kommunalen Aktivitäten in den drei Stadtteilen (die Kernstadt ist mit über 10.000 Einwohnern zu groß für eine Förderung), wurde parallel ein städtebaulicher Fachbetrag zu den drei Stadtteilen erstellt und Fördergebiete festgelegt, die sich an den Vorgaben des Programmes orientierten.

Darin ist festgelegt, dass historische Ortskerne bis zum Siedlungsbereich 1950 als Fördergebiete anerkannt werden. Ein Ziel der Dorfentwicklung ist die Innenentwicklung, der Erhalt des bau- und kulturhistorischen Erbes sowie die Erhaltung und Schaffung einer zukunftsfähigen Wohn- und Lebensqualität. Intakte Ortskerne mit ansprechenden Gebäuden und Plätzen führen dazu, dass die Menschen sich wohl fühlen in ihrem Ort und gerne dort leben. So wird auch dem Flächenverbrauch am Ortsrand vorgebeugt und die Attraktivität und Lebendigkeit der Ortskerne erhalten bzw. verbessert.


Fördermöglichkeit für Privatpersonen


Förderfähig sind in diesen Fördergebieten private Maßnahmen u.a. zur Leerstandbeseitigung, der Umbau von Wirtschaftsgebäuden/Scheunen zu Wohnzwecken, der Ausbau von Dachgeschossen zu Wohnzwecken. Weiterhin können klassische Gebäudesanierungen, aber auch Ersatzbauten, die sich an den festgelegten Dorftypischen Merkmalen orientieren gefördert werden.

Die Förderung soll einen Anreiz schaffen, in die eigene Immobilie in der historischen Ortslage zu investieren. Durch Investitionen in die Außenhülle der Gebäude wird ein Beitrag zum positiven Erscheinungsbild des Ortes geleistet, durch Investitionen im Innenbereich wird die Wohnqualität aufgewertet.


Für jede private Baumaßnahme wird im ersten Schritt eine kostenlose Bauberatung durch das zuständige Planungsbüro und das Fachgebiet Dorf – und Regionalentwicklung angeboten.

Mit den eingeholten Angeboten von Handwerkern bzw. einer alternativ erstellten Kostenschätzung nach DIN 276 kann dann ein Förderantrag gestellt werden, wobei die förderfähigen Kosten ermittelt werden. Nach erfolgter Förderzusage kann das Projekt mit der Auftragsvergabe durch den Antragstellenden begonnen werden. Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt dann nach Prüfung der eingereichten Rechnungen durch das Fachgebiet Dorf- und Regionalentwicklung über die WI Bank.


Die Höhe der Förderung beträgt 35 % der förderfähigen Nettokosten, maximal 45.00 Euro.
Für Einzelkulturdenkmäler beträgt der maximale Zuschuss 60.000 Euro.

Mit Beginn des Jahres 2020 wurde für den Umbau von Wirtschaftsgebäuden in bis zu drei Wohneinheiten der maximale Förderbetrag sogar auf 200.000 EURO erhöht.


Kontakt


Interessierte Hausbesitzende in den drei Stadteilen können sich gerne bei den beiden Adressen melden und einen ersten Termin vereinbaren. Die für die Stadteile beauftragte städtebauliche Beraterin ist Frau Hennemann, Architekturbüro für städtebauliche Beratung, die auch Terminanfragen zur Bauberatung koordiniert und zu erreichen ist unter Telefon 06257 – 50 60 32 3 und E-Mail: bhennemann@gmx.de.

Zuständig für den Förderschwerpunkt Ober-Ramstadt beim Landkreis, Dorf- und Regionalentwicklung ist Frau Fache, FG DERE, zu erreichen unter Telefon 06151 – 8812100 und E-Mail: a.fache@ladadi.de.