sicherheit

Sicherheitsinitiative "Kompass"

Ergebnisse der Kompass Bürgerbefragung   liegen vor

 Seit 2020 nimmt die Stadt Ober-Ramstadt an der Sicherheitsinitiative „Kompass“ teil. Das hessenweite Projekt des Innenministeriums zielt darauf ab, Kriminalität einzudämmen und das Sicherheitsgefühl in den Kommunen zu verbessern.

„Im ersten Schritt haben wir, um eine Sicherheitsanalyse zu erstellen, zusammen mit der Justus-Liebig-Universität (Gießen) eine repräsentative Bürgerbefragung durchgeführt“, erläutert Bürgermeister Tobias Silbereis deren Ergebnisse jetzt vorliegen.

In der Zielsetzung der Studie des Lehrstuhls für Kriminologie, beschreibt Frau Prof. Dr. Britta Bannenberg die Bedeutung der Bürgerbefragung wie folgt:

„Im Rahmen von KOMPASS kommt den Bürgerbefragungen eine entscheidende Bedeutung zu. Um möglichst passgenaue und an den konkreten Problemen vor Ort orientierte individuelle und evidenzbasierte Maßnahmen implementieren zu können, bedarf es zunächst der Identifizierung von Problemlagen und –orten. Bei den Befragungen selbst liegt ein besonderer Fokus auf dem subjektiven Sicherheitsempfinden, um u.a. sogenannte „Angstorte" innerhalb der Kommune zu lokalisieren und sodann durch entsprechende Maßnahmen sowohl die objektive als auch die subjektive Sicherheit sowie (damit einhergehend) die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu verbessern.“

Es wurden 3790 Personen zufällig ausgewählt und angeschrieben. Die Umfrage konnte schriftlich oder per Onlinetool abgegeben werden. Die Rücklaufquote von 19,71% liegt im Vergleich zu den bisherigen Kompassbefragungen im Durchschnitt.

Eines der Ergebnisse der Umfrage ist, dass sich 24,4% der Bürgerinnen und Bürger zu Fuß in der eigenen Wohngegend in der Nacht unsicher fühlen. Der Tageswert ist mit 2,2 % typischerweise noch deutlich darunter.

Dennoch stellten 39% der Befragten fest, dass es Orte in der Stadt gibt an denen sie sich unsicher fühlen. Zu diesen gehören Petri Park, Hammergarten, Rathausvorplatz, Stadthalle und der Bahnhof.

In einer Begehung mit dem Kompass Team der Polizei, der Polizeistation Ober-Ramstadt, der Ordnungspolizei und des Ordnungsamtes werden erste praktische Umsetzungen besprochen.

„Nun stehen die Bildung des Präventionsrates und der Sicherheitskonferenz an, die aufgrund von Corona erst in diesem Jahr starten können.“, erläutert Manuel Maurer vom Ordnungsamt, der Kompass Ansprechpartner für das Projekt in Ober-Ramstadt ist.

   JLU Giessen - Ergebnisse der KOMPASS-Bürgerbefragung in Ober-Ramstadt zum runterladen