erinnerungskultur

Schuljahr an der Georg-Christoph-Lichtenbergschule (GCLS) endet mit Projektwoche zu „Erinnerungskultur“ und zu Julius Bendorf


Für einige Schülerinnen und Schüler der GCLS in Ober-Ramstadt endete das Schuljahr mit einer Projektwoche. Zum Thema Erinnerungskultur beschäftigten sich die Schüler*innen mit einem Teil der eigenen Geschichte Ober-Ramstadts: mit der Geschichte von Julius Bendorf.

Viele Jahre war Bendorf für Schülerinnen und Schüler ein Vorbild für Toleranz und Humanität. Als wichtiger Botschafter für die Aussöhnung nach den furchtbaren Verbrechen des Holocaust wurde Julius Bendorf am 18. Februar 2011 von der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Ober-Ramstadt zum Ehrenbürger ernannt.

Weil es wichtig ist, diese Erinnerung im kollektiven Gedächtnis der Stadt am Leben zu halten, brachte die Projektteilnehmer*innen der GCLS dazu, dies zu verewigen. Auf der Mauer hin zur Schule ist über 30m ein Kunstwerk in Eigenregie entstanden, welches an das Leben, das Leiden und auch den daraus folgenden bewundernswerten Umgang damit erinnert.

In den folgenden Jahrzehnten setzte sich Bendorf vor allem immer wieder bei der Jugend ein, um hier für Toleranz und Humanität zu werben.

„Der Stellenwert von Erinnerungskultur kann nicht hoch genug sein. Im Fall von Julius Bendorf haben Generationen von Schüler*innen hier in Ober-Ramstadt durch direkte Gespräche erfahren dürfen, welche Auswirkungen das dritte Reich mit seiner menschenverachtenden Politik hatte. Es ist ein Glück, dass wir Bendorf in unserer Mitte hatten, der – weil er uns verziehen hat – sich dafür einsetzen konnte, dass so etwas nie wieder geschieht. Das Engagement und die Begeisterung an diesem Projekt zeigt sich direkt an dieser wunderschön gestalteten Mauer, die immer an diese Werte erinnern wird“, freut sich Bürgermeister Tobias Silbereis gemeinsam mit den Projektteilnerhmer*innen.