Umweltbewusstsein

Kita Ackermann: Schulkinder pflanzen einen Baum

Naturpädagogische Methoden ganz gezielt ansetzen

Die 21 angehenden Schulkinder der Naturgruppen „Matschmeister“ und „Wildlinge“, die in Ober-Ramstadt am Kuhfalltor ihre Gelände haben, verabschiedeten sich am Donnerstag, den 1. September mit einer besonderen Aktion. Mit Unterstützung des Revierförsters Klaus Seifert und dem Forstwirt Michael Eichler pflanzten sie mit ihren Familien zum ersten Mal einen Schulkindbaum im nahe gelegenen Wald.

Möglich gemacht hatten das die Eltern, die großzügig gespendet hatten. Es kamen 92 Euro zusammen, die in eine Elsbeere plus einen Bewässerungssack investiert wurden. Die Elsbeere ist trockenresistent und in Zeiten des Klimawandels eine Baumart mit recht guten Überlebenschancen. Zudem bietet die Elsbeere mit ihren vielen Blüten den Bienen und Insekten einen reich gedeckten Tisch. Klaus Seifert erklärte kindgerecht die guten Eigenschaften der Elsbeere und verkündete, dass dieser Baum 200 Jahre alt werden kann.

Im geschmückten Bollerwagen zogen die Kinder ganz alleine den ca. 2,50 Meter hohen Baum zur Pflanzstelle im Wald, gefolgt von Eltern und Erzieherinnen und Erzieher. Nach der fachgerechten Pflanzung schmückten die Kinder diesen noch mit bemalten Herzen aus Pappe, auf denen sie ihre ganz persönlichen Wünsche für die kommende Schulzeit aufschreiben ließen.

Die Kinder, die im nächsten Jahr eingeschult werden, übernehmen das regelmäßige Gießen des Bäumchens, bis es gut angewachsen ist.

Eine Mutter meinte zum Ende der Veranstaltung, dass dieser Baum ein schöner Treffpunkt der Familien wäre, um auch zukünftig in Kontakt zu bleiben.

Die Kindergartenabgänger verbrachten zwischen einem und drei Jahren ihren Kindergartentag in der Natur. Der Wald bot ihnen hier den idealen Abenteuerspielplatz, zudem schütze er sie auch vor eisigen Winden im Winter und glühender Sonne an heißen Tagen.

Kinder, Eltern, Erzieher und Erzieherinnen möchten sich mit dieser Baumpflanzung symbolisch bedanken und dem Wald einen kleinen Beitrag „zurückgeben“. Gleichzeitig repräsentiert der Baum die „Verwurzelung“ der Kinder in einer glücklichen und gesunden Kindergartenzeit draußen in der Natur.