gesundheit

Welt-Alzheimertag am 21. September 2022

„Demenz – verbunden bleiben“

Der Welt-Alzheimertag ist jedes Jahr am 21. September. Bundesweit finden zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen statt, um auf die 1,8 Millionen Betroffenen und ihre Situation aufmerksam zu machen. Das Motto des diesjährigen Welt-Alzheimertages lautet „Demenz – verbunden bleiben“. Bei der Diagnose Demenz ist genau dies nicht einfach. Scham und Unwissenheit lassen oft beide Seiten unsicher werden: Betroffene und ihre Angehörigen ziehen sich oft zurück; Menschen aus dem nahen Umfeld sind überfordert und gehen lieber auf Abstand. Doch Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen brauchen Unterstützung, Sensibilität und Offenheit, um weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können! Leider scheitert dies oft an Unwissenheit. Das Umfeld weiß nicht, wie es mit der Erkrankung umgehen soll und auch die Betroffenen mit ihren Angehörigen wissen erst einmal nicht, wie es weitergehen soll.

Da dieses Thema in den folgenden Jahren immer mehr an Gewicht zunehmen wird, ist die Stadt Ober-Ramstadt Mitglied in der Alzheimer Gesellschaft des Landkreises und im kreisweiten Netzwerk Demenz, welches vom Demenzservicezentrum in Groß-Zimmern initiiert worden ist. In einer gemeinsamen Aktion zum Welt-Alzheimertag machen die teilnehmenden Kommunen auf das Thema Demenz aufmerksam. Aus diesem Grund hängt in der Alzheimerwoche vom 19. bis 23. September 2022 das auf dem Foto abgebildete Banner zentral in Ober-Ramstadt.

Auf dem Foto abgebildet sind Menschen, die bei der Diagnose Demenz wichtig sein können (von links nach rechts): Von der Stadtverwaltung Sandra Gleitsmann, Esther Adelberger, Katrin Mohn (Seniorenbeauftragte), Hannelore Riedl und Bürgermeister Tobias Silbereis; die Demenz-WG Waldmühle, vertreten durch Adrienne Zehner (Koordination)  und Andrea Krolikowski (Angehörigensprecherin); daneben die Gesundheitslotsen des Landkreises Stefanie Rudolph und Christof Salzmann; und ganz rechts vom Deutschen Roten Kreuz Tatjana Suppes (Leiterin DRK Tageszentrum), Matthias Senz (Heimleiter DRK-Heinrich Gerold Haus) und Chevis Comer (Pflegedienstleitung DRK Pflege- und Betreuungsdienst).

Nicht auf dem Bild ist Jakob Neufeld, der Leiter des Demenzservicezentrums, Informations- und Anlaufstelle für an Demenz erkrankte Menschen sowie ihrer Familien und Interessierten. Neben Schulungsangeboten und Veranstaltungen werden hier Beratungen angeboten.

Die abgebildeten Angestellten der Ober-Ramstädter Stadtverwaltung (und noch einige mehr) haben sich im vergangenen Jahr zum „Demenz-Partner“ ausbilden lassen, um sich über das Krankheitsbild zu informieren und bei Bedarf angemessen und hilfreich handeln zu können. Diese „Demenz-Partner-Schulungen“ werden vom Netzwerk Demenz des Landkreises organisiert und die Kosten werden von den teilnehmenden Kommunen getragen. Auf diesem Weg soll das Wissen zum Thema Demenz verbreitet werden; Hemmschwellen gegenüber demenziell erkrankten Menschen sollen abgebaut werden, um sie zu unterstützen, so lange wie möglich zu Hause leben zu können. Weitere dieser Schulungen sind in Planung. Bei Interesse daran und für sämtliche Kontaktdaten der vorgestellten Stellen melden Sie sich bitte im Seniorenbüro der Petri-Villa (Baustr. 41) bei Katrin Mohn unter der Telefonnummer 06154/702-237 oder per Mail mit seniorenbuero@ober-ramstadt.de.