KULTUR

Museum Ober-Ramstadt erhält LEADER-Förderung

LEADER-Förderung

Am Montag, 13. Juli 2020 übergab Landrat Klaus Peter Schellhaas den Zuwendungsbescheid aus der LEADER Förderung des Projektes „Implementierung innovativer multimedialer und interaktiver Angebote im Museum für Technik- und Sozialgeschichte in Ober-Ramstadt einschließlich Sanierung der Räumlichkeiten“ an Bürgermeister Werner Schuchmann. Bevor das von Museumsleiter Dr. Matthias Rohde entwickelte Konzepte realisiert werden kann, wird die Stadt Ober-Ramstadt die Räumlichkeiten des denkmalgeschützten Gebäudes „Altes Rathaus“ umfassend renovieren und sanieren.

Das neue mediale Konzept

Seit 1964 ist das Museum Ober-Ramstadt im Alten Rathaus beheimatet und wird durch das ehrenamtliche Engagement vom Verein für Heimatgeschichte Ober-Ramstadt e.V betrieben. Es bietet eine umfassende Sammlung an Artefakten von der Vorgeschichte bis in das moderne Industriezeitalter.

Zukünftig soll der bereits bestehende Schwerpunkt Industrie- und Technikgeschichte noch stärker betont werden. Vier Firmen, die die Entwicklung Ober-Ramstadts maßgeblich geprägt haben, werden in den Fokus gerückt: DAW für den Bereich Farben, Schröbel für den Bereich Küchenmöbel, Heim Söhne für Kunststoff sowie die Röhrwerke, die auf dem Gelände „Im Ochsenbruch“ (MIAG-Gelände) das Thema Automobilindustrie abgedeckt haben.

Digital werden diese Themen in den Ausstellungsräumen miteinander vernetzt sein. Die Besucherinnen und Besucher können nach dem Umbau in die Rollen von Ober-Ramstädtern in den 1930er Jahren schlüpfen und mittels der multimedialen Angebote das Alltagsleben mit all seinen gesellschaftlichen Facetten an Beispielen wie dem Frisörladen oder dem Kolonialladen nachempfinden.


LEADER-FÖRDERUNG

Der Stadt Ober-Ramstadt in Kooperation mit dem Verein für Heimatgeschichte Ober-Ramstadt e.V. wurden für die Umgestaltung, Renovierung und Umsetzung des Projektes EU-Fördermittel in Höhe von 144.000 Euro bewilligt.

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg ist in der aktuellen EU-Förderperiode Teil des LEADER-Programms zur Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes. Die Förderquote des Programmes beträgt für Ober-Ramstadt 60 Prozent der Nettokosten. Die verbleibenden Investitionskosten werden durch die Stadt Ober-Ramstadt getragen. Auch örtliche Unternehmen beteiligen sich durch Spenden, sodass die Bruttogesamtkosten in Höhe von rund 285.000 Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren finanziert werden können.

Durch die Ausstattung des Museums mit modernster Technik wird das Museum in Ober-Ramstadt künftig eine herausragende Stellung unter den Museen im Landkreis einnehmen. Im Vordergrund steht hierbei die Einbindung der jungen Generation durch spielerische Wissensvermittlung.

 

Übergabe des Bewilligungsbescheids

Landrat Klaus Peter Schellhaas betonte bei der Übergabe des Bescheides, dass es für die Mitglieder des Förderausschusses eine leichte Entscheidung war, das Projekt als förderwürdig einzustufen. Sicherlich auch im Hinblick darauf, dass der Verein mit diesem Konzept an die erfolgreiche Arbeit in den letzten fast 60 Jahren anknüpfen wird.

Bürgermeister Werner Schuchmann bedankte sich beim Landrat und erinnerte an Otto Weber, der eine treibende Kraft für die Entwicklung des Vereins und des Museums war. Mit dem neuen Vorstand und Dr. Matthias Rohde als Museumsleiter werde mit dem modernen Konzept das Museum einen Vorbildcharakter für museale Arbeit auf ehrenamtlicher Basis im Landkreis erlangen.

Der 1. Vorsitzende des Vereins für Heimatgeschichte Heinrich Lautz und Michael Knopp in Vertretung von Dr. Matthias Rohde freuten sich, dass das neue Konzept sowohl bei der Förderstelle des Landkreises als auch bei der Stadt Ober-Ramstadt auf offene Ohren gestoßen war. Der Verein wird sich daher gerne der ehrenamtlichen Herausforderung stellen, das Museumskonzept innerhalb der nächsten beiden Jahre umzusetzen. Von städtischer Seite werden die Sanierungsarbeiten von Herrn Uwe Leder, Fachbereich III – Gebäudemanagement, betreut werden.

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