Am Sonntag lud der Verein Freunde Historischer Fahrzeuge zur Ausstellung „Röhr & Kameraden der Landstraße“ auf das ehemalige Röhr- und MIAG-Gelände ein. Zahlreiche historische Fahrzeuge aus der Zeit der Röhr-Werke konnten bestaunt werden. Die liebevoll erhaltenen Automobile sind wahre Schätze der Automobilgeschichte und wurden den Besucherinnen und Besuchern einzeln vorgestellt.
Grußworte richteten Bürgermeister Tobias Silbereis, die Kreisbeigeordnete Christel Sprößler sowie Ingo Köhler vom Hessischen Wirtschaftsarchiv an die Gäste. Sie würdigten die Bedeutung der Röhr-Werke für die Industrie- und Wirtschaftsgeschichte Ober-Ramstadts und Hessens.
Besonders hervorgehoben wurde die erfolgreiche Entwicklung des ehemaligen Industrieareals durch die Stadtentwicklungsgesellschaft Ober-Ramstadt (SEG). Wo einst Automobile und später Industrieprodukte gefertigt wurden, haben heute mehr als 500 Menschen ihr Zuhause gefunden. Mit dem Wiederaufbau des historischen Pförtnerhäuschens blieb zugleich ein wichtiges Zeugnis der Industriegeschichte erhalten.
Bürgermeister Silbereis dankte allen, die sich für die Bewahrung dieser Geschichte engagieren. Sein besonderer Dank galt dem Verein Freunde Historischer Fahrzeuge und insbesondere Werner Schollenberger, die maßgeblich zum Gelingen der Jubiläumsveranstaltung beigetragen haben. Ebenso würdigte er die Arbeit des Museumsvereins Ober-Ramstadt, der mit seinem Engagement wichtige Erinnerungen an die Industrie- und Automobilgeschichte der Stadt bewahrt. Im Heimatmuseum können Besucherinnen und Besucher unter anderem ein originales Röhr-Automobil sowie ein detailreiches Modell des ehemaligen MIAG-Geländes besichtigen.
„Geschichte lebt durch Menschen, die sie bewahren und weitergeben“, betonte der Bürgermeister. Das Jubiläum habe eindrucksvoll gezeigt, welch bedeutendes Kapitel der deutschen Automobil- und Industriegeschichte in Ober-Ramstadt geschrieben wurde.
Die Stadt Ober-Ramstadt bedankt sich bei allen Beteiligten, Unterstützern und Gästen für eine gelungene Veranstaltung, die Geschichte lebendig werden ließ und zugleich den Blick auf die Zukunft dieses besonderen Ortes richtete.
