Man kann den Termin schon Jahre im Vorfeld in den eigenen Kalender eintragen: Auch im Jahr 2026 findet der sowohl traditionelle als auch unterhaltsame Grenzgang Ober-Ramstadt wieder am 3. Oktober statt.
Der Treffpunkt ist um 10:00 Uhr, in diesem Jahr am Parkplatz der DATRON AG, Am Innovationsfeld 1, Ober-Ramstadt.
Von DATRON aus werden die Grenzgänger in diesem Jahr am Modellflugplatz vorbei Richtung Johann-Pra-Eiche marschieren, die direkt auf dem Europäischen Waldenserweg liegt. Dort kann bei einer kurzen Rast etwas zu trinken und ein belegtes Brötchen erworben werden.
Nach der kleinen Pause führt die Strecke weiter entlang der historischen Gemarkungsgrenze zur „Alten Schlossmühle“, wo wir bei Parkett Madeja zu Gast sein werden, der uns freundlicherweise sein Außengelände zur Verfügung stellt.
Dringender Hinweis: Es gibt KEINE Parkmöglichkeit an der Alten Schlossmühle!
Der Verein TV 1877 Ober-Ramstadt e.V. übernimmt sowohl bei der Zwischenrast als auch am Abschluss an der „Alten Schlossmühle“ die Organisation der Verpflegung. Der Verein läutet damit die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 2027 ein.
Bei der Verpflegung dürfen sich die Grenzgänger in diesem Jahr auf Linsensuppe mit Würstchen freuen und leckerem Roggenmischbrot. Dazu wird das Stadtorchester Ober-Ramstadt e.V. wie gewohnt mit seinen Liedern und Evergreens bestens unterhalten.
Die Gesamtstrecke des Grenzgangs beträgt etwa 4 km und wie immer wird festes Schuhwerk empfohlen. Falls witterungsbedingt notwendig, werden kleinere Streckenabschnitte im Vorfeld oder auch spontan leicht angepasst!
Die Essensmarken für den Abschluss in der Alten Schlossmühle sind
vom 1. September 2026 bis zum 2. Oktober
zum Preis von 7,00 €
im Bürgerbüro in der Darmstädter Straße 48
(gegenüber Rathaus) während der Öffnungszeiten erhältlich.
Wir freuen uns, viele Grenzgänger begrüßen zu dürfen, um mit Ihnen gemeinsam einen weiteren unterhaltsamen und kurzweiligen Grenzgang zu erleben!
Hintergrundinformationen zum Grenzgang im Wandel der Zeit:
Um 1630 war der Grenzgang in Ober-Ramstadt eine einmal jährlich stattfindende offizielle Versammlung von beiden Seiten der Grenze zur Überprüfung der Position der Grenzsteine. Damit wurde sichergestellt, dass die Grenze nicht unrechtmäßig oder durch starke Regenfälle in eine Richtung verschoben wurde. So wurde geprüft, dass der Grenzverlauf korrekt ist. In jeder Gemeinde wurden sogenannte „Steinsetzer“ gewählt und vereidigt, die dies überwachten.
In nicht näher bezifferten „früheren Zeiten“ wurde diese Kontrolle unter Glockengeläut vollzogen, wobei die Schöffen zu diesem rein amtlichen Termin voranschritten.
Der erste Grenzgang als gesellschaftliche Veranstaltung fand laut Odenwälder Nachrichten vom 31. Oktober 1929 am 3. November 1929 statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden jährliche Grenzgänge wieder ab 1948 statt und werden seither jährlich begangen.
Durch jedes Jahr wechselnde Streckenabschnitte des Grenzgangs wird sichergestellt, dass trotz langer Gemarkungsgrenze, alle Teile über die Jahre beschritten werden können.


