Klima

Neue Photovoltaikanlage für das Rathaus Ober-Ramstadt


Dort war bereits seit dem Jahr 2011 eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 5 kW installiert. Der erzeugte Strom wurde bislang vollständig in das öffentliche Stromnetz eingespeist und entsprechend vergütet. Die vorhandene Dachfläche bot jedoch noch ausreichend Platz für zusätzliche Solarmodule, um künftig noch mehr umweltfreundlichen Solarstrom zu erzeugen und diesen vorrangig direkt für den Strombedarf im Rathaus zu nutzen.

Aufgrund der bisherigen guten Zusammenarbeit mit der örtlichen Klimaschutzinitiative (KLIO e. V.) wandte sich Siegfried Freihaut mit seiner Projektidee direkt an den Verein. Dort wurde der Vorschlag sofort positiv aufgenommen. In enger Zusammenarbeit entstand daraufhin ein gemeinsames Konzept für die Erweiterung und Modernisierung der Photovoltaikanlage auf dem Rathausdach.

Im Rahmen des Projekts wurde die bestehende Photovoltaikanlage auf derselben Dachfläche durch neue, effizientere Solarmodule ersetzt. Allein durch diese Maßnahme konnte die Leistung von ursprünglich 5 kW auf 10 kW verdoppelt werden. Die bisherigen Module wurden für eine spätere Weiterverwendung vorgesehen. Auf der noch verbleibenden Dachfläche wurden zusätzliche Solarmodule mit einer Leistung von 5 kW installiert. Damit erhöhte sich die Gesamtleistung der Photovoltaikanlage auf 15 kW – eine Verdreifachung gegenüber der bisherigen Anlage. Der künftig erzeugte Solarstrom soll überwiegend direkt im Rathaus genutzt werden. Auch die Möglichkeit einer späteren Nachrüstung mit einem Batteriespeicher wurde bei der Planung bereits berücksichtigt.

Die Arbeiten wurden überwiegend von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der erfahrenen Photovoltaik-Selbstbaugruppe der KLIO durchgeführt. Unterstützung erhielten sie dabei vom städtischen Bauhof sowie von einem örtlichen Elektrounternehmen, das die erforderlichen Zähleranschlussarbeiten übernahm. Auch der städtische Energie- und Klimamanager Siegfried Freihaut und ein Kollege aus dem Bauamt packten tatkräftig mit an. Der Bürgermeister begrüßte das Projekt ausdrücklich und bekundete ebenfalls seine Unterstützung.

Für das leibliche Wohl der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer war während der Arbeiten gesorgt. Selbstverständlich waren alle Engagierten für ihre Tätigkeiten über die Stadt entsprechend versichert.

Einen besonderen gemeinschaftlichen Abschluss fand das Projekt am Freitag, dem 9. Oktober, mit einem vegetarischen Mittagessen aus geretteten Lebensmitteln in der Petri-Villa. Dort kamen alle Beteiligten und Engagierten zusammen und ließen die gemeinsame Aktion ausklingen. Damit wurde nicht nur der Ausbau erneuerbarer Energien, sondern auch der bewusste und nachhaltige Umgang mit Lebensmitteln in den Mittelpunkt gestellt.

Das erfolgreich umgesetzte Projekt zeigte eindrucksvoll, wie ehrenamtlich Engagierte, lokale Unternehmen und Mitarbeitende der Stadt Hand in Hand zusammenarbeiten können. Gemeinsam wurde ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, zum Ausbau erneuerbarer Energien und zu einer nachhaltigen Entwicklung direkt vor Ort in Ober-Ramstadt geleistet.