Auch in diesem Jahr griffen die Kinder kurz vor ihrem ersten Schultag noch einmal gemeinsam zu Schaufel und Gießkanne. Als Schulkindbaum wurde diesmal eine kleine Esskastanie ausgewählt. Begleitet wurde die Pflanzaktion von Försterin Bärbel Zingsem sowie von Ober-Ramstadts Bürgermeister Tobias Silbereis, der es sich ebenfalls nicht nehmen ließ, bei diesem besonderen Abschied dabei zu sein.
Der Baum steht dabei für weit mehr als nur eine schöne Erinnerung an die Kindergartenzeit. Seine Symbolik passt besonders gut zu dem Schritt, der vor den Kindern liegt: Mit starken Wurzeln beginnt er an seinem neuen Platz zu wachsen, bildet Jahr für Jahr neue Äste und Blätter und wird mit der Zeit größer und kräftiger. Ganz ähnlich machen sich auch die Kinder auf ihren Weg. Sie verlassen die vertraute Umgebung der Kindertagesstätte, sammeln in der Schule neue Erfahrungen, lernen dazu, entdecken ihre eigenen Stärken und wachsen an neuen Aufgaben.
Und während die ehemaligen Kindergartenkinder in den kommenden Jahren größer werden, können sie bei einem Besuch immer wieder schauen, was aus „ihrem“ Baum geworden ist. Vielleicht ist die Esskastanie dann schon ein gutes Stück gewachsen – genau wie sie selbst.
Am Tag nach der Pflanzaktion hieß es für die frisch verabschiedeten Schulkinder schließlich: Ranzen auf und auf in die Schule. Der Schulkindbaum bleibt zurück – als lebendige Erinnerung an die gemeinsame Kindergartenzeit und als Zeichen dafür, dass mit jedem Abschied auch etwas Neues beginnt.

