Das Historiendrama thematisiert das politische Ringen um Gleichberechtigung in Deutschland unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Außerdem setzt er der Abgeordneten und Juristin Elisabeth Selbert (gespielt von Iris Berben) ein Denkmal und zeigt ihren unermüdlichen Kampf, den Satz „Frauen und Männer sind gleichberechtigt“ als Artikel 3 in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufzunehmen. Dieser Satz war bahnbrechend für die rechtliche Gleichstellung von Frauen. Dass die Umsetzung zum Teil noch lange auf sich warten ließ, zeigt sich beispielsweise daran, dass die freie Berufswahl für Frauen ohne Zustimmung des Ehemanns erst Ende 1977 möglich war.
Nach der Filmvorführung gibt es in der gemütlichen Atmosphäre der Petri-Villa die Möglichkeit zum Austausch. Mit den frischen Eindrücken aus den Anfängen der Bundesrepublik stellen sich Fragen für das Heute: Wie prägt das Grundgesetz heute unser Miteinander? Sind die Werte, die Themen und Fragestellungen, für die sich die Abgeordneten damals einsetzten noch heute von Interesse? Oder sind sie für uns mittlerweile so selbstverständlich geworden, dass wir sie vernachlässigen? Wie sieht es mit dem Thema Gleichberechtigung und Gerechtigkeit aus, nicht nur bezogen auf die Geschlechter? Und wie relevant sind diese Prinzipien in unserem heutigen Alltag?
Der Abend ist kostenfrei und richtet sich an alle Interessierten. Getränke und Knabbereien gibt es zu moderaten Preisen. Auch kann ein kostenfreier Fahrdienst in Anspruch genommen werden; die Anmeldung dazu bitte an das Seniorenbüro unter 06154/702-237 oder seniorenbuero@ober-ramstadt.de.

